Für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Besucherinnen und Besucher bleibt das Krankenhaus erreichbar. Der Zugang erfolgt während der Aktion über einen Nebeneingang. Die medizinische Versorgung läuft weiter, Termine finden statt.
Ein Protest, der vor der eigenen Tür sichtbar wird
Mit der Aktion macht das Caritas-Krankenhaus St. Maria auf die Folgen der geplanten Sparmaßnahmen im Rahmen des geplanten Gesetztes zur Stabilisierung der Geseztlichen Krankenkassen (GKV) aufmerksam. Viele Krankenhäuser stehen seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die Kosten steigen, die Anforderungen wachsen, zugleich bleiben finanzielle Spielräume eng. Zusätzliche Einschnitte würden diese Lage weiter verschärfen.
„Wir sperren unseren Haupteingang nicht, weil wir Menschen ausschließen wollen, sondern weil wir aufrütteln müssen“, sagt Geschäftsführer Matthias Swaczyna. „Krankenhäuser sind ein zentraler Teil der Daseinsvorsorge. Wer ihre Finanzierung schwächt, gefährdet die Versorgung deutschlandweit.“
Forderung nach verlässlicher Finanzierung
St. Maria unterstützt deshalb die Forderungen der Krankenhausgesellschaften in Bayern und Baden-Württemberg. Dazu gehören eine auskömmliche Finanzierung der Kliniken, die vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen, Entlastungen für die Pflege und weniger Bürokratie.
„Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag verlässliche Arbeit für die Menschen in der Region“, sagt Swaczyna. „Dafür brauchen sie Rahmenbedingungen, die diese Arbeit ermöglichen – nicht immer neue Unsicherheiten.“
Das Krankenhaus bittet alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis für den kurzen Umweg. Die Aktion endet um 13 Uhr, danach ist der Haupteingang wieder regulär geöffnet.
