Behandlung

Weaning

Langzeitbeatmete Intensivpatientinnen und -patienten vom Beatmungsgerät zu entwöhnen (zu weanen), erfordert eine besondere Expertise. Über dieses spezielle Wissen verfügen wir hier am Weaning-Zentrum des Caritas-Krankenhauses St. Maria. Als spezialisiertes Weaning-Zentrum behandeln wir Patientinnen und Patienten aus dem gesamten süddeutschen Raum und darüber hinaus.

Ziel unserer Arbeit im Weaning-Zentrum ist es, Menschen nach einer längeren künstlichen Beatmungsphase erfolgreich von den Geräten zu entwöhnen. Betroffene lernen mit unserer Unterstützung wieder selbständig zu atmen – Voraussetzung für Selbstbestimmung, Lebensqualität und die Rückkehr in den Alltag.

Bessere Behandlung im spezialisierten Weaning-Zentrum

Die Beatmungsentwöhnung gelingt auf einer spezialisierten Station deutlich besser als auf einer anderen Intensivstation, da wir auf die Bedürfnisse von Langzeitbeatmeten ganz gezielt eingehen. Um Menschen, die in der Regel bereits seit mehreren Tagen oder auch Wochen auf der Intensivstation beatmet wurden, zu entwöhnen, arbeiten wir mit einem strukturierten Weaning-Konzept. Es orientiert sich an den pathophysiologischen Ursachen des Weaning-Versagens und beinhaltet darüber hinaus den frühzeitigen und gezielten Einsatz von Atmungstherapie und Physiotherapie.
Die tragenden Säulen einer erfolgreichen Entwöhnung sind bei uns im Caritas-Krankenhaus St. Maria eine engagierte, patientenorientierte und speziell geschulte Pflege, eine gezielte physiotherapeutische, atmungstherapeutische und logopädische Behandlung sowie unsere hohe ärztliche Kompetenz und Erfahrung.

Zertifiziertes Weaning-Zentrum im Caritas-Krankenhaus St. Maria

Bereits seit Oktober 2010 sind wir ein durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zertifiziertes Weaning-Zentrum. Deutschlandweit gibt es nur knapp 60 zertifizierte Weaning-Zentren, in der Region Ostbayern ist unser Zentrum in Donaustauf einzigartig. Mit der Zertifizierung wird sichergestellt, dass sich die Versorgung und Behandlung der Weaning-Patientinnen- und -Patienten stetig weiter verbessert. Die hohen Qualitätsansprüche beim Weaning werden regelmäßig bei der Rezertifizierung durch die DGP überprüft.

Anmeldung für behandelnde Ärztinnen und Ärzte

Sie können Ihren Weaning-Patientinnen und -Patienten direkt online anmelden.

Oder Sie füllen dieses PDF aus und senden es per
E-Mail an weaning(at)csm-donaustauf.de oder per Fax an 09403 80621. 

Häufige Fragen zum Weaning

Was versteht man unter Weaning?

Weaning bezeichnet den schrittweisen Prozess der Entwöhnung eines Patienten oder einer Patientin von der mechanischen Beatmung. Ziel ist es, die eigenständige Atmung wiederherzustellen, sobald die Atemmuskulatur ausreichend Kraft besitzt und die Lungenfunktion stabil genug ist, um eine spontane Atmung zu ermöglichen.

Wann ist ein Weaning-Prozess erforderlich?

Ein (prolongiertes) Weaning wird notwendig, wenn eine Patientin oder ein Patient über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurde und die eigenständige Atmung nicht ausreicht und eine weitere Unterstützung notwendig ist. Dies gilt insbesondere für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, neuromuskulären Erkrankungen oder nach schwerwiegenden intensivmedizinischen Behandlungen.

Welche Voraussetzungen müssen für ein erfolgreiches Weaning erfüllt sein?

Die Patientin bzw. der Patient sollte eine ausreichende Sauerstoffsättigung ohne Beatmungsunterstützung aufrechterhalten können, stabile Kreislaufverhältnisse aufweisen und in der Lage sein, eigenständig zu husten und Sekrete abzutransportieren. Zudem spielt die psychische und neurologische Verfassung eine wesentliche Rolle.

Wie lange dauert der Weaning-Prozess?

Die Dauer des Weanings variiert je nach individueller Situation der Betroffenen, der Grunderkrankung sowie der Dauer der vorangegangenen Beatmung. Während einige Patienten innerhalb weniger Stunden entwöhnt werden können, benötigen andere Tage bis Wochen, insbesondere bei Vorerkrankungen der Lunge oder geschwächter Atemmuskulatur.

Was passiert, wenn das Weaning nicht erfolgreich ist?

Sollte eine vollständige Entwöhnung nicht möglich sein, können alternative Beatmungsformen erforderlich werden, darunter die nicht-invasive Beatmung (NIV) über eine Maske oder in schweren Fällen eine Langzeitbeatmung über eine Trachealkanüle. 

Welche Rolle spielt die physiotherapeutische Unterstützung beim Weaning?

Physiotherapeutische Maßnahmen unterstützen die Kräftigung der Atemmuskulatur, die Mobilisation von Sekreten und die allgemeine körperliche Stabilisierung der Patientinnen und Patienten. Atemtherapeutische Übungen und Mobilisationstechniken tragen entscheidend dazu bei, den Entwöhnungsprozess zu beschleunigen.

Was ist der Vorteil eines zertifizierten Weaning-Zentrums?

Ein zertifiziertes Weaning-Zentrum wie das am Caritas-Krankenhaus St. Maria in Donaustauf verfügt über erfahrenes ärztliches Personal, moderne Beatmungstechnologien und interdisziplinäre Teams aus Intensivmedizinern, spezialisierten Pflegekräften, Atmungstherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten. Durch individuelle Therapieansätze und engmaschige Überwachung können die Erfolgsaussichten des Weanings erheblich verbessert werden. Ein Weaning-Zentrum arbeitet strukturiert nach einem speziellen Weaning-Konzept, das regelmäßig durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) bei der Rezertifizierung geprüft wird.